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Nachdem ich ein paar Tage meinen Plan, laufen zu gehen, immer wegen schlechten Wetters oder schlechter Verfassung nach einem langen Arbeitstag aufgeben musste, habe ich gestern den Regen abgewartet, meine Faulheit überwunden, das Stativ geschultert und mal eine Runde allein durch das nächtliche München gedreht. Heraus kam das hier:

Dies hier (oben) ist leider etwas überbelichtet, aber ich mag die Isar als Cappuccinoflüsschen
(Unten) Die Staatskanzlei zur Linken und rechts schlösse sich der Schlossgarten an
Hans und ich nehmen derzeit alles mit, was die Kanzlei so sponsert. Neben dem M&A-Seminar erreichte uns auch eine Email mit dem Aufruf, alle Interessierten und deren Freunde und Verwandte könnten auf Kosten der Kanzlei einen Chinesischkurs (bzw. wie man hier in Bayern sagt: “Kinesischkurs”) machen. Da der Kurs quasi in den Räumen der Kanzlei stattfindet und nur einmal wöchentlich ist, haben wir aus Jux und Dollerei zugesagt. Um es kurz zu fassen – Russisch lernen ist im Vergleich dazu Kinderkacke. Es gibt absolut keine Eselsbrücken, die Laute muss man teils durch bewußtes Ansprechen einzelner Gesichtsmuskeln sich selbst entlocken und das es kaum grammatikalische Regeln gibt, macht es nicht einfacher. Die Schrift zu lernen ist ziemlich schwierig, weil man im Grunde jeden Strich auswendig lernen muss. Es werden zwar oft Worte aus anderen Begriffen zusammengesetzt (z.B. ist “Mensch” + “schwanger” = Frau – sinnig, aber wenig hilfreich, wenn man die Zeichen für “Mensch” und “schwanger” nicht parat hat), aber auch das hilft nicht wirklich. Also gilt es prinzipiell alles auswendig zu lernen. Wir halten uns da aber bislang ein wenig zurück, denn wir haben momentan wirklich genug anderes in unsere Köpfe zu schleusen. Für den Unterricht reicht’s aber.
Gelernt wird mit 2 weiteren Leutchen = Anwälten aus der Kanzlei, in einem Fall mitsamt Ehemann, außerdem sind da noch zwei Herren von einer Investmentbank, die sich zukünftig mit ihren chinesischen Geschäftspartnern ohne Dolmetscher unterhalten wollen. Und dann wäre da noch – seit dieser Woche die Ehefrau des einen Investmentbank-Mannes , die sich mit den Worten “hallo, ich bin Susanne” vorstellte und mir sofort sehr bekannt vorkam. Vielleicht geht es euch ähnlich, daher hier ein Bild:
Tja, Hans saß etwas ungünstiger als ich und musste länger grübeln, mir viel der Name nach ein paar Minuten ein (wer’s wissen will, klickt aufs Bild und schaut in die Linkzeile). Zuhause haben wir das dann mithilfe von Google schnell verifiziert, wissen nun, dass sie nicht mehr das RTL-Nachtjournal moderiert und haben auch ihren Mann, den Investmentbank-Manager im Netz gefunden. Der Eindruck stimmte also. Tja, in München ist die Welt halt schon mal so klein wie anderswo auch… Ach ja, nett isse übrigens auch
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Erholung wurde am vergangenen Wochenende großgeschrieben.. Am Freitag abend holte meiner einer die Jungs am Hofbräuhaus stilecht mit einem Arm voller Kanzlei-Regenschirmen ab, danach lotste uns Hanz zielsicher ins Barschwein, einer Gorilla-Bar-ähnlichen Lokalität Münchens. Mindestens die zu konsumierende Mindestverzehrmenge intus ging’s gegen 2 noch kurz zum nächsten Schnellrestaurant, danach wurde die Warterei auf die letzte U-Bahn dieser Nacht manch einem ziemlich lang. Da die Jungs von einem alkoholisierten Wahl-Amerikaner durch die Erzählung seiner Lebensgeschichte vollständig in Beschlag genommen wurden, freundete ich mich kurzerhand und zugegebenermaßen nicht ganz freiwillig mit dem nächsten Abfallbehälter an… Wir lagen ganz auf einer Wellenlänge, so dass ich mich nicht von ihm trennen wollte, als die Bahn dann kam. Anders als Manuel und Jan, die die Bahn bestiegen, wollten Philipp und Hanz sich ebenfalls das folgende Schauspiel einer durch Bahnpolizisten geschlossenen U-Bahn-Station nicht entgehen lassen und so machten wir uns zu Fuß auf. Nun ist es von der Münchner Freiheit bis zum Odeonsplatz recht weit – vor allem bei Monsun wie Freitagnacht – so dass wir recht nass zuhause ankamen. Um die Geschichte etwas abzukürzen – den Samstag habe ich liegend mit minimaler Nahrungsaufnahme verbracht. Und JA, es gib Bilder von diesem Abend aber NEIN, es werden KEINE BIlder von diesem Abend hier eingestellt. Wer Bilder will, liest weiter.
Sonntag war die Welt wieder im Lot und der Berg rief. Hans et moi machten uns morgens auf in Richtung Garmisch-Partenkirchen, um von dort aus durch die Höllentalklamm in Richtung Zugspitze aufzubrechen.
Von Hammersbach aus sollte es hoch zur Klamm, durch sie hindurch bis hin zur Zugspitze gehen, wobei wir spätestens bei der Schneegrenze stoppen wollten. Zunächst kam jedoch etwas , was Hans als erfahrener Wanderer erwartet hatte – nach etwa 2 Minuten bergauf beschlich uns beide unabhängig voneinander das verwunderte Gefühl, was uns wohl dazu getrieben haben möge, statt im Tal zu spazieren steile Hänge hochzukraxeln. Doch das gab sich, und auch das war erwartet worden. Der Eingang der Klamm begrüßte mit ansehnlichem Panorama, dahinter wurde es etwas feucht, aber sehr beeindruckend.
Der Weg führt dort neben dem Wasser durch den Fels und man hat die ganze Zeit über das Tosen des Wassers in den Ohren.
Zum Ende weitet sich die Klamm und man hat auch wieder mehr Himmel über sich. Danach wurde angesichts der Höhe das Wetter schlechter, die Wolken hingen tief und es wurde auch langsam aber sicher kälter, je höher man kam.
Die Schneebretter links und rechts wurden immer größer und als wir schon rätselten, wie lange es wohl noch bis zur Höllentalangerhütte
dauern würde, hörten wir auch schon das sonore Brummen des Generators. Vor der Hütte ließ es sich trotz der auf die Dauer niedrigen Temperatur gut aushalten.
Nach dem Essen gingen wir dann noch ein wenig auf die Zugspitze zu, bis wir nach etwa 20 Minuten an eine Stelle kamen, an der am Hang nur noch der direkte Weg über ein Schneefeld weitergeführt hätte. Das war uns für dieses Mal doch ein wenig zu heikel und wir drehten um. Es kommt einem zwar kürzer vor, weil es bergab geht, aber es dauerte trotzdem fast zwei Stunden, bis wir im Tal wieder am Auto ankamen. Natürlich kam es uns total warm dort vor und die Sonne schien wunderbar. Bevor es nach München zurück ging, fuhren wir noch kurz zum Eibsee, genossen die kurvige Zufahrtsstraße und das Panorama und wissen nun, dass die Bahn auf die Zugspitze von 8 bis 16:!5 Uhr fährt.


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Die letzte Woche war verflucht anstrengend – drei Klausuren an drei aufeinanderfolgenden Tagen, und an zweien davon ging’s danach noch in die Kanzlei. Am Freitag – auch in München ein recht warmer Tag – bestiegen wir bei gefühlten 80° mit gefühlten 150 Schulkindern den Bus nachhaus, warfen uns schnell ein bischen zerkochtes Fertigessen ein und uns selbst in die Anzüge und dann waren ein paar Stunden M&A-Seminar angesagt. Das war durchaus interessant, nur irgendwann merkten wir doch einen leichten Konzentrationsabfall, als steuerneutrale/-arme Immobilienkaufkonstruktion mittels 5 oder 6 Gesellschaften plus unbeteiligtem Dritten erlätutert wurden. Danach wurde gediegen im Hofsaal des Alten Hofs gespiesen und Hans et moi gleich als Rekrutierer strategisch verteilt. Um zehn war dann aber Schluss, denn alle Beteiligten waren recht müde.
Am Samstag kamen dann Philipp und Manuel, zwei unserer neuen Mitbewohner, mit denen wir heute die im Laufe der Woche anvisierte Seenrundfahrt unternahmen. Hans’ Auto stand zum Glück noch dort, wo wir es eingemottet hatten. Erste Station war der Wörthsee –
sicher nett, aber zumindest an der Ecke, an der wir waren, konnte man nur begrenzt ans Wasser, weil Wochenendhäuschen bis direkt ans Wasser standen.
Nebenan liegt der Ammersee, der folglich als Nächster angefahren wurde und a) schon etwas größer und b) touristisch besser geeignet weil mit Biergärten und Wegen am Wasser versehen ist.
Hier direkt am Wasser im Schatten zu sitzen war schon ganz erholsam, nach der Spaziererei in der Sonne
Über dem Ammersee tront Kloster Andechs, dass nett anzusehen ist. Vor allem wirkt die barocke Inneneinrichtung nicht so aufdringlich wie in manchen Kirchen Münchens. Auch dort ist ein Biergarten, in dem es sich gut aushalten und der Flüssigkeitshaushalt wieder ausgleichen lässt.
Endstation war dann der Starnberger See,

seines Zeichens der Größte im Bunde und mit imposantem Blick auf die schneebedeckten Alpen gesegnet.
Skipper Hans juckte es im Gasfuß und wir mieteten kurzerhand einen schnittigen Kahn – den SCHNELLEN, nicht den LANGSAMEN. Allerdings bedeutete “schnell” keine gefährliche Annäherung an die Schallmauer, sondern eher geruhsames Schrittempo. Mit einem Boot der langsamen Sorte wären wir daher wohl in der uns zugestandenen halben Stunde nicht einmal aus dem Jollenhafen herausgekommen. So aber hatten wir eine nette Rundfahrt mit Käpt’n Hans am Steuer.
Morgen geht dann die Arbeit weiter bzw. für die Neulinge los, die Diskussion über die morgendlichen Badzeiten ist einstweilen verschoben, weil die “Neuen” morgen erst um 9 in der Kanzlei erwartet werden. Für Dienstag müssen wir dass dann aber mal klären…
Für heute muss das reichen, und bevor jemand meckert – die Fotos von Anke und Svenja in München kommen noch, versprochen!





