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Unsere letzte Wanderung für diesen Aufenthalt verlief nicht ganz wie geplant. Unser Wanderführer, der uns bislang an die Zugspitze und auf den Hirschberg geführt hatte, offenbarte dramatische Schwächen, als wir nach einem anstrengenden Aufstieg auf die Benediktenwand wieder absteigen wollten. Dummerweise waren die verschiedenen Abstiegsmöglichkeiten nicht ausgeschildert und dem Wanderführer reichte ein lapidarer Nebensatz, einen zweieinhalbstündigen auf schmalen, unbeschilderten Wegen zusammenzufassen. An einer Gabelung entscheiden wir uns zunächst für Variante A, werden aber skeptisch, als es quasi senkrecht in die Höhe geht. Drum drehen wir um, untersuchen die Umgebung der Gabelung und entscheiden uns schließlich für die zweite Richtung, auch wenn die an der Nordseite der Wand herunter und damit von unserem Parkplatz weg führt. Der positive Aspekt daran ist, dass wir tatsächlich die Steinböcke sehen, die im Wanderführer beschrieben waren. Der weitere Verlauf macht aber eher missmutig, denn das Tal, in das wir hinabsteigen, heißt “Längental” und bei der Namensgebung haben sich die Einheimischen durchaus etwas gedacht. Nach geschlagenen zweieinhalb Stunden treffen wir auf den ersten Feld-/Waldweg, der diesen Namen verdient und laufen mit der einsetzenden Dämmerung um die Wette in Richtung Zivilisation. Die Taschenlampe hält tatsächlich so lange, bis wir über Lenggries aus dem Wald kommen. Zu diesem Zeitpunkt ist unsere Kondition so angeschlagen, dass Schuhe zubinden schon zu einem akrobatischen Akt mutiert, weil man schlicht fürchten muss, aus der Hocke nur noch durch wahlweise seitliches oder rückwärtiges Umfallen herauszukommen. Dies lässt sich natürlich in nackten Zahlen ausdrücken, zum Beispiel sind wir rund 10 statt 6 Stunden und rund 14 statt 7 Kilometer unterwegs gewesen. Das tatsächliche Erlebnis läßt sich anhand dessen nicht nachvollziehen. Nur wer es selbst einmal erlebt hat, weiß, wie viele Schattierung von Schmerzen in Füßen und Beinen möglich sind, wie sehr man sich wünschen kann, dass hinter der nächsten von unzähligen Biegungen endlich mal die Talsohle auftaucht und das man auf die Erkenntnis, eine spaßeshalber eingepackte Taschenlampe ab 21 Uhr in der Pampa durchaus Sinn macht. Die Muskeln (?) rund um die Kniescheibe fühlen sich an, als hätte man sie in eine Dauertestmaschine für Büromöbel oder unter einen Exzenterschleifer eingespannt, sprich: wie Püree. Die erste Kneipe, die Hans erspäht, steuern wir direkt an. Die Eingeborenen sehen uns erstaunt an und hören ebenso zu, zapfen uns aber brav zwei Eimer Spezi und rufen uns aber ein Taxi, dass schnell kommt. Der Taxifahrer erzählt freundlich lächelnd, dass wir nicht die ersten seien, die auf der Benewand falsch abgebogen seien. Den Nachsatz, dass sich dies durchaus geschäftsfördernd für ihn auswirkt, ersparen sich alle Anwesenden gegenseitig. Netterweise rundet er am Ziel den Fahrpreis nach unten ab, weil wir ihm wohl sympathisch sind. Die unproblematische Rückfahrt nach München endet gegen 0:30 Uhr; das aus Faulheit vor der Kanzlei geparkte Auto muss dummerweise am nächsten Morgen bis 8 Uhr umgeparkt werden, aber das ist kurzfristig egal…
Hier ein buntes Potpourri an Bildern von der Tour; man beachte die teils erkennbare Steilheit der Wegstrecke:
Wir haben länger nix von uns hören lassen. Aber die Wochen sind echt ansprengend (Datenschutz-, Arbeits-, Immissions-, Berg-, Insolvenz-, Kapitalmarktrecht, Arbitration – um mal einen kleinen Ausschnitt zu geben) und die Wochenenden gehen schneller rum als uns lieb ist. Dafür kommt’s halt jetzt geballt:
Am Samstag waren wir (Hanz, Philipp et moi) a) hungrig und b) frischluftbedürftig. Das führte dazu, dass wir uns auf den Weg zum sagenumwobenen Steinheil 16 machten. Der Laden wird nicht nur im Netz empfohlen, auch Einheimische hatten dieses Mekka der Schnitzelfreunde in höchsten Tönen gepriesen. Und siehe da – sie hatten Recht.
Satt und zufrieden schiebt man sich bekanntlich ganz gut durch Museen und das machten wir dann auch.
Das BMW-Museum ist sein Geld wirklich wert,
man ahnt schon nach ein paar Metern, dass eine Menge Käufer mit dem einen und auch anderen Groschen zu diesem Prachtstück beigetreagen haben dürften.
Da findet man nicht nur die Luxusversion des Kugellandes eines bekannten schwedischen Möbelhauses, sondern auch eine Menge Motorräder sowie alte und neue Vehikel der Bayerischen Motorenwerke. Der Star der Ausstellung dürfte für viele Gina sein, eine Studie aus dem Jahr 2000, die gänzlich mit Stoff überzogen ist – beeindruckend. Wir haben allerdings gerätselt, wie sich das dann geräuschtechnisch auf der Autobahn bei Tempo 160+x gestaltet… Was auch nicht unerwähnt bleiben darf – das Museumspersonal ist nahezu perfekt instruiert und kann mit keiner noch so speziellen Nachfrage ins Schwitzen gebracht werden. Und zwar alt wie jung, Männlein wie Weiblein. Wirklich beeindruckend.
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Heute war ein ziemliches Kontrastprogramm angesagt – erst ein Besuch des KZ Dachau, dann stand Freising auf dem Plan. Das KZ war sehenswert, auch wenn es die Phantasie schon ziemlich beanspruchte, sich trotz der fehlenden Barracken und fehlender Einrichtung in den meisten der Gebäuden die irrwitzige Zahl von mindestens 33000 Toten plastisch vorzustellen. Der Anblick von Gaskammern, “eingerichteten” Barracken und Krematorien ist aber schon sehr bedrückend und erschreckend.
Freising hingegen ist eine schnuckelige Kleinstadt mit einem interessanten weil nicht überladenen Dom.
Hervorzuheben ist zudem ein etwas verstecktes Steakhaus, in dem Hans und ich uns in handliche Scheiben geschnittenes, göttlich schmeckendes IBP-Rind (”Iowa Beef Packers” – war mit feiner Wildnote angepriesen, hatte sogar eine feine Wildnote!!) zu Gemüte geführt haben.
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Bis jetzt war hauptsächlich Hanz’ Passion, Schilder zu fotografieren. Aber das, was sich heute im Westpark und dessen Umgebung so zeigte, war einfach zuviel. Nun gehöre auch ich zu denen, die Schilder fotografieren. Und nicht mehr nur Steine und Landschaft
Hier also die aktuelle Ausbeute:
Der Auslöser für diese kleine Fotoserie – die GRILLZONE!
Ab hier sind wir auf Zehenspitzen gegangen, schließlich wollten wir die gestressten Enten nicht wecken..
Nie im Leben wären wir auf die Idee gekommen, die Feuchtflächen zu betreten! Und Tiere entnehmen wir grundsätzlich nicht.
DAS leuchtet natürlich ein.
Bingo! Ist doch nicht alles verboten hier!
Hier erweitert sich der Fokus auf die umliegende Nachbarschaft – Feuerwehrzufahrtsschilder gab es wohl günstig im Doppelpack.
Vermutlich haben die Fußgänger zuvor jahrelang Rotlicht gefordert, so dass es notwendig war, ihnen diesen Hinweis zu geben.
Ohne diesen zusätzlichen Hinweis stünde man ja gänzlich hilflos davor – wieso gibt’s sowas nur hier??
Da kann man nicht meckern – so freundlich wird man selten gebeten. Eigentlich hätte man, statt es zu verbrämen, direkt sagen können – “Hunde UND KINDER bitte fernhalten”
Ordnung muss sein, wo kämen wir denn sonst hin?
‘Die Hausbewohner hatten versucht, sich mit deutlichen Hinweisen mittels Edding auf der Frontscheibe zu behelfen, aber es nützte nichts – immer wieder kam es zu schrecklichen Frontalzusammenstößen. Da endlich wurden die Tore beschriftet.’
Ein Schelm, wer Böses denkt…
Hier bitte nicht gleich hilflos und voller Unverständnis dreinschauen – das Schild hat’s in sich..
Und – vorerst – zu guter Letzt etwas off topic die wahrlich pompöseste Feuerwehrwachenklingel dieses Planeten. Fairerweise sei angemerkt, dass es sich um eine FREIWILLIGE Feuerwehr handelt, bei der wohl erst alle aus der Nachbarschaft zusammengetrommelt werden müssen!
Gespeichert unter: Freizeit, Uncategorized | Schlagworte: Hirschberg, Tegernsee, Wandern
Der Sonntag stand unter dem Motto “hoch hinaus”, denn erst gings in die Berge und dann aufs Dach eines Studiwohnheims zum WM Finale-Ansehen.
Als Ziel der Wanderung hatten wir schon am Freitag abend beim Feierabendbier im lieblichen bar á bière am alten botanischen Garten (wesentlich gemütlicherer Biergarten als die im Englischen Garten) eine vom Schwierigkeitsgrad eher sanfte Tour am Tegernsee hoch auf den Hirschberg ausgesucht. 
Praktisch war das ganze dann aber wesentlich anstrengender als die Tour zur Zugspitze, weil wir weniger Fotopausen machten und es permanent bergauf ging. 
Der Blick von oben entschädigte aber vollkommen für die Anstrengung.
Abends ging’s dann dank Manuels Vermittlung zum Finale-Schauen auf die Dachterrasse eines Studentenwohnheims. Der Blick vom 19. Stock aus war weitaus besser als das Spiel…
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Nachdem ich ein paar Tage meinen Plan, laufen zu gehen, immer wegen schlechten Wetters oder schlechter Verfassung nach einem langen Arbeitstag aufgeben musste, habe ich gestern den Regen abgewartet, meine Faulheit überwunden, das Stativ geschultert und mal eine Runde allein durch das nächtliche München gedreht. Heraus kam das hier:

Dies hier (oben) ist leider etwas überbelichtet, aber ich mag die Isar als Cappuccinoflüsschen
(Unten) Die Staatskanzlei zur Linken und rechts schlösse sich der Schlossgarten an
Hans und ich nehmen derzeit alles mit, was die Kanzlei so sponsert. Neben dem M&A-Seminar erreichte uns auch eine Email mit dem Aufruf, alle Interessierten und deren Freunde und Verwandte könnten auf Kosten der Kanzlei einen Chinesischkurs (bzw. wie man hier in Bayern sagt: “Kinesischkurs”) machen. Da der Kurs quasi in den Räumen der Kanzlei stattfindet und nur einmal wöchentlich ist, haben wir aus Jux und Dollerei zugesagt. Um es kurz zu fassen – Russisch lernen ist im Vergleich dazu Kinderkacke. Es gibt absolut keine Eselsbrücken, die Laute muss man teils durch bewußtes Ansprechen einzelner Gesichtsmuskeln sich selbst entlocken und das es kaum grammatikalische Regeln gibt, macht es nicht einfacher. Die Schrift zu lernen ist ziemlich schwierig, weil man im Grunde jeden Strich auswendig lernen muss. Es werden zwar oft Worte aus anderen Begriffen zusammengesetzt (z.B. ist “Mensch” + “schwanger” = Frau – sinnig, aber wenig hilfreich, wenn man die Zeichen für “Mensch” und “schwanger” nicht parat hat), aber auch das hilft nicht wirklich. Also gilt es prinzipiell alles auswendig zu lernen. Wir halten uns da aber bislang ein wenig zurück, denn wir haben momentan wirklich genug anderes in unsere Köpfe zu schleusen. Für den Unterricht reicht’s aber.
Gelernt wird mit 2 weiteren Leutchen = Anwälten aus der Kanzlei, in einem Fall mitsamt Ehemann, außerdem sind da noch zwei Herren von einer Investmentbank, die sich zukünftig mit ihren chinesischen Geschäftspartnern ohne Dolmetscher unterhalten wollen. Und dann wäre da noch – seit dieser Woche die Ehefrau des einen Investmentbank-Mannes , die sich mit den Worten “hallo, ich bin Susanne” vorstellte und mir sofort sehr bekannt vorkam. Vielleicht geht es euch ähnlich, daher hier ein Bild:
Tja, Hans saß etwas ungünstiger als ich und musste länger grübeln, mir viel der Name nach ein paar Minuten ein (wer’s wissen will, klickt aufs Bild und schaut in die Linkzeile). Zuhause haben wir das dann mithilfe von Google schnell verifiziert, wissen nun, dass sie nicht mehr das RTL-Nachtjournal moderiert und haben auch ihren Mann, den Investmentbank-Manager im Netz gefunden. Der Eindruck stimmte also. Tja, in München ist die Welt halt schon mal so klein wie anderswo auch… Ach ja, nett isse übrigens auch
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Erholung wurde am vergangenen Wochenende großgeschrieben.. Am Freitag abend holte meiner einer die Jungs am Hofbräuhaus stilecht mit einem Arm voller Kanzlei-Regenschirmen ab, danach lotste uns Hanz zielsicher ins Barschwein, einer Gorilla-Bar-ähnlichen Lokalität Münchens. Mindestens die zu konsumierende Mindestverzehrmenge intus ging’s gegen 2 noch kurz zum nächsten Schnellrestaurant, danach wurde die Warterei auf die letzte U-Bahn dieser Nacht manch einem ziemlich lang. Da die Jungs von einem alkoholisierten Wahl-Amerikaner durch die Erzählung seiner Lebensgeschichte vollständig in Beschlag genommen wurden, freundete ich mich kurzerhand und zugegebenermaßen nicht ganz freiwillig mit dem nächsten Abfallbehälter an… Wir lagen ganz auf einer Wellenlänge, so dass ich mich nicht von ihm trennen wollte, als die Bahn dann kam. Anders als Manuel und Jan, die die Bahn bestiegen, wollten Philipp und Hanz sich ebenfalls das folgende Schauspiel einer durch Bahnpolizisten geschlossenen U-Bahn-Station nicht entgehen lassen und so machten wir uns zu Fuß auf. Nun ist es von der Münchner Freiheit bis zum Odeonsplatz recht weit – vor allem bei Monsun wie Freitagnacht – so dass wir recht nass zuhause ankamen. Um die Geschichte etwas abzukürzen – den Samstag habe ich liegend mit minimaler Nahrungsaufnahme verbracht. Und JA, es gib Bilder von diesem Abend aber NEIN, es werden KEINE BIlder von diesem Abend hier eingestellt. Wer Bilder will, liest weiter.
Sonntag war die Welt wieder im Lot und der Berg rief. Hans et moi machten uns morgens auf in Richtung Garmisch-Partenkirchen, um von dort aus durch die Höllentalklamm in Richtung Zugspitze aufzubrechen.
Von Hammersbach aus sollte es hoch zur Klamm, durch sie hindurch bis hin zur Zugspitze gehen, wobei wir spätestens bei der Schneegrenze stoppen wollten. Zunächst kam jedoch etwas , was Hans als erfahrener Wanderer erwartet hatte – nach etwa 2 Minuten bergauf beschlich uns beide unabhängig voneinander das verwunderte Gefühl, was uns wohl dazu getrieben haben möge, statt im Tal zu spazieren steile Hänge hochzukraxeln. Doch das gab sich, und auch das war erwartet worden. Der Eingang der Klamm begrüßte mit ansehnlichem Panorama, dahinter wurde es etwas feucht, aber sehr beeindruckend.
Der Weg führt dort neben dem Wasser durch den Fels und man hat die ganze Zeit über das Tosen des Wassers in den Ohren.
Zum Ende weitet sich die Klamm und man hat auch wieder mehr Himmel über sich. Danach wurde angesichts der Höhe das Wetter schlechter, die Wolken hingen tief und es wurde auch langsam aber sicher kälter, je höher man kam.
Die Schneebretter links und rechts wurden immer größer und als wir schon rätselten, wie lange es wohl noch bis zur Höllentalangerhütte
dauern würde, hörten wir auch schon das sonore Brummen des Generators. Vor der Hütte ließ es sich trotz der auf die Dauer niedrigen Temperatur gut aushalten.
Nach dem Essen gingen wir dann noch ein wenig auf die Zugspitze zu, bis wir nach etwa 20 Minuten an eine Stelle kamen, an der am Hang nur noch der direkte Weg über ein Schneefeld weitergeführt hätte. Das war uns für dieses Mal doch ein wenig zu heikel und wir drehten um. Es kommt einem zwar kürzer vor, weil es bergab geht, aber es dauerte trotzdem fast zwei Stunden, bis wir im Tal wieder am Auto ankamen. Natürlich kam es uns total warm dort vor und die Sonne schien wunderbar. Bevor es nach München zurück ging, fuhren wir noch kurz zum Eibsee, genossen die kurvige Zufahrtsstraße und das Panorama und wissen nun, dass die Bahn auf die Zugspitze von 8 bis 16:!5 Uhr fährt.


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Die letzte Woche war verflucht anstrengend – drei Klausuren an drei aufeinanderfolgenden Tagen, und an zweien davon ging’s danach noch in die Kanzlei. Am Freitag – auch in München ein recht warmer Tag – bestiegen wir bei gefühlten 80° mit gefühlten 150 Schulkindern den Bus nachhaus, warfen uns schnell ein bischen zerkochtes Fertigessen ein und uns selbst in die Anzüge und dann waren ein paar Stunden M&A-Seminar angesagt. Das war durchaus interessant, nur irgendwann merkten wir doch einen leichten Konzentrationsabfall, als steuerneutrale/-arme Immobilienkaufkonstruktion mittels 5 oder 6 Gesellschaften plus unbeteiligtem Dritten erlätutert wurden. Danach wurde gediegen im Hofsaal des Alten Hofs gespiesen und Hans et moi gleich als Rekrutierer strategisch verteilt. Um zehn war dann aber Schluss, denn alle Beteiligten waren recht müde.
Am Samstag kamen dann Philipp und Manuel, zwei unserer neuen Mitbewohner, mit denen wir heute die im Laufe der Woche anvisierte Seenrundfahrt unternahmen. Hans’ Auto stand zum Glück noch dort, wo wir es eingemottet hatten. Erste Station war der Wörthsee –
sicher nett, aber zumindest an der Ecke, an der wir waren, konnte man nur begrenzt ans Wasser, weil Wochenendhäuschen bis direkt ans Wasser standen.
Nebenan liegt der Ammersee, der folglich als Nächster angefahren wurde und a) schon etwas größer und b) touristisch besser geeignet weil mit Biergärten und Wegen am Wasser versehen ist.
Hier direkt am Wasser im Schatten zu sitzen war schon ganz erholsam, nach der Spaziererei in der Sonne
Über dem Ammersee tront Kloster Andechs, dass nett anzusehen ist. Vor allem wirkt die barocke Inneneinrichtung nicht so aufdringlich wie in manchen Kirchen Münchens. Auch dort ist ein Biergarten, in dem es sich gut aushalten und der Flüssigkeitshaushalt wieder ausgleichen lässt.
Endstation war dann der Starnberger See,

seines Zeichens der Größte im Bunde und mit imposantem Blick auf die schneebedeckten Alpen gesegnet.
Skipper Hans juckte es im Gasfuß und wir mieteten kurzerhand einen schnittigen Kahn – den SCHNELLEN, nicht den LANGSAMEN. Allerdings bedeutete “schnell” keine gefährliche Annäherung an die Schallmauer, sondern eher geruhsames Schrittempo. Mit einem Boot der langsamen Sorte wären wir daher wohl in der uns zugestandenen halben Stunde nicht einmal aus dem Jollenhafen herausgekommen. So aber hatten wir eine nette Rundfahrt mit Käpt’n Hans am Steuer.
Morgen geht dann die Arbeit weiter bzw. für die Neulinge los, die Diskussion über die morgendlichen Badzeiten ist einstweilen verschoben, weil die “Neuen” morgen erst um 9 in der Kanzlei erwartet werden. Für Dienstag müssen wir dass dann aber mal klären…
Für heute muss das reichen, und bevor jemand meckert – die Fotos von Anke und Svenja in München kommen noch, versprochen!
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In aller Kürze resümiere ich mal einen kleinen Wochenrückblick jenseits der Klausur am Montag: Es gab zu tun. Und zwar viel. Ich bin nun unter anderem in die Hintergründe der Gelatine-Rechtsprechung eingeweiht und jogliere mit Call-Optionen. Alles weitere fällt sicherlich unter die Verschwiegenheitspflicht und die need-to-know-policy.
Am Dienstagabend war es endlich so weit – unsere bürostuhlgeplagten Leiber schrien nach ehrlicher Bewegung und wir besuchten mit Tino erstmals die Olympia-Schwimmhalle:
Heidewitzka, Herr Kapitän – welch’ eine Wohltat. Ein 50 m-Becken mit dedizierten Bahnen fürs ambitionierte – und Rückenschwimmen. Anders als in Münster, wo man notgedrungen aus einer 25m-Bahn eine 50m-Bahn machen muss, weil man im Slalom um schnatternde Damen älterer Semester und größerer Leibesfülle herumzirkeln muss, kann man hier schnurstracks seine Bahnen abspulen. Und Unterhaltung gab’s obendrein: Nebenan
versuchten pubertätsgeplagte Buben (meine Sprache bayuwarisiert sich zunehmens, wie schon kritisch angemerkt wurde) durch Maximierung der Aufprallfläche ihres Körpers beim Sprung vom 5m-Brett den darunter planschenden Altersgenossinnen zu imponieren. Das kam vom Unterhaltungswert durchaus einem Heinz-Sielmann-Tierfilm gleich. Mit einem Bad im Wirlpool klang der Abend aus, bis uns durch Abschalten der Besprudelungsanlage unmissverständlich bedeutet wurde, dass es Zeit zur Heimkehr sei. Leider fand sich auf dem Rückweg kein Burger King (Christoph, im Geiste wärest du dabei gewesen!!), so dass der Fitnesseffekt notgedrungen maximiert wurde.
Ab Mittwoch war Hans weg –
– (=Parenthesensmiley), Donnerstag war Anke da
. Freitag abend ließen wir uns bei Schumann’s – dem Laden des netten älteren Herren aus der Baldessariniwerbung, der als Cocktailpabst angesehen wird – ein paar Mixgetränke servieren und saßen dabei inmitten edler Menschen. Die Cocktails waren wirklich klasse. Das Wetter wurde langsam besser und man konnte sich am Samstag erstmals wieder über nennenswerte Sonne freuen. Vom Turm von St. Peter sah München dabei so aus:
Und so:
Und so:
To be continued – tomorrow..
























































































